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Farbe

Farbe trägt nie allein

Geltung
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Warum

Rund jeder zwölfte Mann sieht Rot und Grün nicht auseinander. Hebt sich ein aktiver Tab nur durch die Textfarbe ab, kann dieser Mann ihn nicht von den vier anderen Tabs unterscheiden. Dasselbe gilt bei starkem Sonnenlicht, auf schlecht kalibrierten Bildschirmen und bei jedem, der die Ansicht nur kurz überfliegt.

Das zweite Zeichen kostet nichts. Es ist ohnehin da, sobald das Element sauber gebaut ist: der Knopf des Switch steht rechts, unter dem Tab liegt ein Strich, vor dem Chip sitzt ein Punkt. Der Fehler entsteht nur, wenn ein Zustand nachträglich „schnell über die Farbe" gelöst wird.

Für einen von zwölf Männern sehen Rot und Grün gleich aus. In einer Legende nur aus Farbfeldern kann er keine Reihe zuordnen.

Die Zeichen je Element

Element Zweites Zeichen
Switch Position des Knopfs
Tab Strich darunter
Chip Punkt vorn
Navigations-Zeile Balken links
Fließtext-Link verdickte Unterstreichung
Button, Icon-Button — (kein dauerhafter Zustand)
Eingabefeld — (der Zustand steht in Rand und Meldung)
Badge — (nicht bedienbar)

Wo ein Strich steht, hat das Element einen dauerhaften Zustand und braucht das Zeichen. Wo keiner steht, hat es keinen.

Hart und weich

Hart: ein zweites Merkmal. Weich: welches. Vorgabe direkte Beschriftung am Ende der Linie.

Woran Du den Verstoß erkennst

Grenzen

Für kurzzeitige Zustände wie Hover gilt die Regel nicht. Hover ist eine Rückmeldung auf eine Handlung, die gerade passiert, und der Nutzer weiß bereits, wo er ist.

Diagramme mit genau einer Reihe.

Farbe, die nur betont, was ein Text daneben schon sagt. Eine rote Kennzahl unter dem Titel „Frist überschritten“ braucht keinen zusätzlichen Punkt. Den Zustand trägt der Text, die Farbe lenkt nur den Blick. Ein Punkt in derselben Farbe würde ohnehin nichts unterscheiden, denn Warnung und Fehler sähen in Graustufen gleich aus.

Quelle

WCAG 1.4.1 Use of Color, 1.4.11 Non-text Contrast. Vercel › Design („Accessible charts").

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